Der Europäische Brass Band Verband (EBBA) hat entschieden, die Europameisterschaft 2027 ohne Challenge Section durchzuführen. Dem Entscheid ging eine gründliche Überprüfung des bisherigen Formats voraus.

Starthilfe hat funktioniert
Die Challenge Section wurde ursprünglich geschaffen, um Ländern eine Wettbewerbsplattform zu bieten, deren Brass Band-Bewegungen noch im Aufbau waren und deren Organisationen ihre Strukturen erst festigen mussten, schreibt die EBBA in einer Pressemitteilung. Die Rechnung ist aufgegangen, vielleicht sogar etwas zu gut: Die Länder, die einst in der Challenge Section begonnen haben, sind inzwischen in die Championship Section aufgestiegen und dort geblieben.
Die Beteiligung in der Championship Section war in den vergangenen Jahren konstant hoch. Bis zu 15 Brass Bands aus 14 Ländern traten zuletzt an. Gleichzeitig führte diese Entwicklung dazu, dass in der Challenge Section nur noch wenige Bands am Start standen. In diesem Jahr waren es noch drei Bands aus Frankreich, Italien und Polen, wobei nur Polen (noch) nicht in der Höchstklasse ebenfalls vertreten ist. Die Challenge Section hat damit ihren Entwicklungszweck aktuell erfüllt und gewissermassen durch Erfolg überflüssig gemacht.
Vorerst ein Versuch
Der Verzicht auf die Challenge Section wird für die Meisterschaften 2027 als Versuch eingeführt. Die EBBA will das neue Format sorgfältig auswerten. Dabei soll sichergestellt werden, dass kein Land ausgeschlossen wird, das gerne Mitglied der EBBA werden möchte.
Länder, die nicht Mitglied der EBBA sind, aber an der Europameisterschaft 2027 in Montreux teilnehmen möchten, erhalten die Möglichkeit, während der Meisterschaftstage Konzerte zu spielen. Wer noch nicht um den Titel mitspielen kann oder will, darf also trotzdem auf die Bühne und das Publikum von sich überzeugen.

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