Am heutigen 36. Besson Swiss Open Contest im KKL Luzern gewann die Brass Band 13 Étoiles unter Frédéric Théodoloz mit 346 Punkten. Die Brass Band Berner Oberland (344) und die Brassband Bürgermusik Luzern (342) folgen dicht dahinter. Die Spezialpreise gingen an die Brass Band Berner Oberland für das bestgespielte Solo Cornet/Solo2 im Teststück und an die Bürgermusik Luzern für das bestgespielte Selbstwahlstück.
Mit rund 45 Minuten Verspätung ging heute im KKL Luzern der 36. Besson Swiss Open Contest zu Ende. Ein klarer Favorit hatte sich im Lauf des Tages nicht abgezeichnet und die Rangliste bestätigt das. Die Brass Band 13 Étoiles unter Frédéric Théodoloz, Rekordsieger des Wettbewerbs, gewann mit 346 Punkten. Die Brass Band Berner Oberland (344) und die Brassband Bürgermusik Luzern (342) folgen mit zwei beziehungsweise vier Zählern Rückstand.
Im Teststück lagen die Walliser mit 169 Punkten noch auf Rang vier, im Selbstwahlstück machten sie mit 177 Punkten jedoch Plätze gut. Ihr From Ancient Times von Jan Van der Roost wirkte im Saal und offensichtlich auch in der Jurybox.

Das Urteil fällten Peter Graham, David Childs, Howard Lorriman, Huw Morgan und Pascal Eicher hinter dem Vorhang. Graham hatte dabei einen besonders vollen Hörtag. Als Komponist des Teststücks Z 1920 hörte er sein Werk zehnmal, dazu in den Selbstwahlstücken zwei weitere eigene, «The Triumph of Time» bei der Valaisia Brass Band und «On the Shoulders of Giants» bei der Wallberg Band.
Im Teststück lag die Berner Oberland mit 176 Punkten vorn und holte sich den Spezialpreis für das bestgespielte Solo Cornet/Solo2. Das ist die Partie des Zorro, der Hauptfigur des Stücks.

Dahinter folgten am Morgen das Ensemble de Cuivres Valaisan (173) und die Valaisia Brass Band (171). Im Selbstwahlstück kippte das Bild. Die Bürgermusik Luzern spielte «Fraternity» von Thierry Deleruyelle, erreichte mit 178 Punkten die beste Punktzahl und erhielt den Spezialpreis für das bestgespielte Selbstwahlstück. Ihre Steigerung um 14 Punkte war die grösste des Feldes und resultierte in einem Podestplatz.

Die Valaisia Brass Band verpasst die Titelverteidigung und wurde trotz Rang drei im Teststück und Rang vier im Selbstwahlstück nur Fünfte, mit einem Punkt Rückstand auf das Ensemble de Cuivres Valaisan. Die Wallberg Band, die im Vorjahr den Sieg um einen einzigen Punkt verpasst hatte, landete mit 327 Punkten auf Rang sechs. Die Brass Band Luzern Land, die mit einer sehr jungen Mannschaft antrat, wurde Siebte (325).
Die Oberaargauer Brass Band hatte als letzte Band des Vormittags und zweite des Nachmittags kaum Pause, was sich möglicherweise auf die Leistung auswirkte. Sie konnten die Punktzahl des Morgens nicht mehr ganz erreichen und wurden 8. Die Liberty Brass Band wurde in beiden Teilen und folglich im Gesamtklassement 9. Die Brass Band Fribourg steigerte sich vom Morgen zum Nachmittag um 9 Punkte (153 auf 162), blieb aber auf Rang zehn.
Mathematischer Fun Fact: Die Jury bewertete beide Werke ähnlich streng, im Schnitt mit 164,9 Punkten im Teststück und 165,9 im Selbstwahlstück.

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