Bereits zum 51. Mal fand in diesem Sommer der Kurs der Nationalen Jugend Brass Band der Schweiz (NJBB) statt. Nach dem grossen Jubiläumsjahr 2025 schlug die NJBB ein neues Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte auf.
Über 100 junge Musikerinnen und Musiker aus allen Sprachregionen der Schweiz fanden vom 4. bis 11. Juli 2026 den Weg auf den Campus Perspektiven in Huttwil, wo sie eine intensive Woche voller Musik, Gemeinschaft und unvergesslicher Erlebnisse erwartete. Unter der Leitung von Jean-François Bobillier (CH) und Jaap Musschenga (NL) bereiteten sich die A- und B-Band auf die traditionelle Konzerttournee quer durch die Schweiz vor.


Zwei Dirigenten – ein gemeinsames Ziel
Mit Jean-François Bobillier stand der A-Band einer der renommiertesten Brass-Band-Dirigenten der Schweiz vor. Seine langjährige Erfahrung und seine musikalische Präzision forderten die jungen Musikerinnen und Musiker heraus und führten sie zu musikalischen Höchstleistungen.

Die B-Band wurde vom niederländischen Ausnahmetalent Jaap Musschenga geleitet. Der Gewinner des Europäischen Brass-Band-Dirigentenwettbewerbs 2025 überzeugte nicht nur mit seiner musikalischen Kompetenz, sondern auch mit seiner mitreissenden Art, die Jugendlichen zu begeistern. Während der gesamten Kurswoche war spürbar, mit welcher Freude und Motivation beide Dirigenten mit den jungen Talenten arbeiteten und sie auf ihrem musikalischen Weg begleiteten.

Virtuosität auf höchstem Niveau
Auch in diesem Jahr durfte die NJBB zwei hochkarätige Gastsolisten begrüssen. Mit Stéphane Bertin (CH) begeisterte einer der vielseitigsten Schweizer Perkussionisten das Publikum und die Kursteilnehmenden gleich mehrfach. Ein besonderes Highlight der A-Band war die Uraufführung der Neukomposition «Urban Dystopia» von Nathan Goumaz (CH), bei der Stéphane Bertin sein Können eindrücklich unter Beweis stellte. Zudem sorgte seine Interpretation des Marimba-Konzerts von Emmanuel Séjourné für weitere musikalische Glanzpunkte.

Nicht weniger eindrucksvoll präsentierte sich Simon Blatter (CH), der als Solotrompeter international tätig ist. Gemeinsam mit der B-Band präsentierte er als Uraufführung das neu komponierte Werk «Searching for Resurrection» von Ludovic Neurohr (CH) sowie das Stück «Tango». Mit seiner aussergewöhnlichen Ausdruckskraft, Virtuosität und musikalischen Eleganz vermochte er das Publikum auf ganzer Linie zu begeistern.

Besson Horizons verbindet Generationen und Länder
Bereits zum dritten Mal konnte die NJBB das internationale Austauschprogramm «Besson Horizons» gemeinsam mit der National Youth Brass Band of Great Britain durchführen. Mit Stephanie Jonas und Matthew Hurst nahmen zwei junge Musiker aus Grossbritannien am diesjährigen Sommerkurs in Huttwil teil und bereicherten das musikalische und kameradschaftliche Miteinander.
Im Gegenzug erhalten Orianne Moren (Flügelhorn) und Tobias Rüedi (Perkussion) im August die Möglichkeit, den Sommerkurs der britischen National Youth Brass Band zu besuchen. Das Austauschprogramm entwickelt sich damit zu einem wichtigen Bestandteil der internationalen Nachwuchsförderung und bietet den Teilnehmenden wertvolle musikalische und persönliche Erfahrungen über die Landesgrenzen hinaus.

Bewährte Konzerttournee
Nach einer intensiven Probewoche präsentierten beide Bands ihre Programme im Rahmen der traditionellen Konzerttournee. Die Konzerte in Huttwil, Chermignon, Lengnau (AG), Kloten, Herisau und Romont begeisterten einmal mehr zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer.
Mit einem abwechslungsreichen Repertoire, musikalischer Reife und grosser Spielfreude zeigten die jungen Musikerinnen und Musiker eindrücklich, welches Niveau während einer einzigen Kurswoche erreicht werden kann. Die beiden Solisten setzten dabei zusätzliche Glanzlichter und sorgten an jedem Konzertabend für begeisterte Reaktionen und Standing Ovations.




Die Zukunft fest im Blick
Mit dem erfolgreichen 51. Sommerkurs ist der Start in das nächste Kapitel der NJBB eindrucksvoll gelungen. Die Woche in Huttwil hat einmal mehr gezeigt, dass die NJBB weit mehr ist als ein Sommerlager: Sie ist Begegnungsort für junge Talente aus allen Sprachregionen der Schweiz, musikalische Talentschmiede und Ort gelebter Freundschaften.
Vorstand, Musikkommission und das gesamte Organisationsteam dürfen auf eine äusserst gelungene Kurswoche zurückblicken. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits nach vorne. Die Vorbereitungen für den 52. Sommerkurs laufen bereits, damit auch im kommenden Jahr wieder eine Woche voller musikalischer Begeisterung, persönlicher Entwicklung und unvergesslicher Begegnungen möglich wird.
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