Die Lagerwoche der Luzerner Jugend Brass Band (LJBB) präsentierte sich in diesem Jahr mit viel französischem Charme – nicht zuletzt dank des Gastdirigenten der A-Band, Florent Didier. Gleichzeitig setzte sie mit 102 Jugendlichen auf der Bühne ein eindrückliches Zeichen und verzeichnete einen neuen Teilnehmendenrekord.

Hochklassige Dirigenten
In der Woche nach Ostern versammelte sich gewohnterweise eine grosse Schar brassbandbegeisterter Jugendlicher in Sarnen, um unter der Leitung hochkarätiger Dirigenten und mit Unterstützung qualifizierter Registerlehrpersonen ein anspruchsvolles Konzertprogramm einzustudieren.
Der Pariser Florent Didier brachte sein umfassendes musikalisches Wissen ein, geprägt durch seine Tätigkeit als renommierter symphonischer Dirigent sowie durch seine Erfolge in den höchsten Rängen des europäischen Brass Band-Parketts. So gelang es ihm eindrücklich, den Jugendlichen neue musikalische Dimensionen zu vermitteln. Florent Didier sagt über die LJBB:
Ein solches Projekt ist heute wichtiger denn je: So viele engagierte junge Menschen durch Musik zu verbinden, ist etwas zutiefst Wertvolles.

Simon Schwizer formte die B-Band mit grossem Geschick. Sein feines Gespür im Umgang mit den Jugendlichen dürfte nicht zuletzt auf seine eigene Erfahrung als ehemaliger LJBB-Teilnehmer zurückzuführen sein. Mit viel Humor und pädagogischer Sicherheit gestaltete er Proben, die gleichermassen effizient wie motivierend waren:
Mega beeindruckend, wie die Jugendlichen in dieser Woche zusammenwachsen und zu einer Band werden – intensiv, aber enorm bereichernd für alle.

Lagerleben und kulinarische Höchstleistungen
Die Probearbeit erfolgte konzentriert und engagiert mit bis zu acht Stunden täglich, im Wechsel zwischen Register- und Gesamtproben. Die sieben Registerlehrpersonen aus dem Umfeld der Bürgermusik Luzern verstanden es, die Jugendlichen abzuholen und auf neue musikalische Ebenen zu begleiten.
In den Pausen wurde die Zeit ebenso intensiv genutzt: beim Jassen, bei sonnigen Ping Pong-Partien oder auch für ein kurzes Mittagsnickerchen. Als bevorzugte Energiequelle etablierte sich in diesem Jahr Mate, was sich unschwer an den Abfallkübeln erkennen liess.
Kulinarisch wurden die Teilnehmenden ebenfalls auf hohem Niveau verwöhnt: Pancakes oder Rührei zum Frühstück, Rahmschnitzel, Burger oder Fajitas zum Mittagessen und am Abend jeweils ein belohnendes Dessert. Das Küchenteam überzeugte zu jeder Tages- und Nachtzeit mit herausragender Leistung.

Konzerterlebnisse mit Teamgeist und Barhockern
Die drei Abschlusskonzerte in Sarnen, Nottwil und Adligenswil zeigten eindrücklich, was während dieser Woche entstanden ist: Klangqualität, Energie und Teamgeist auf höchstem Niveau. Das Programm reichte von mitreissenden irischen Rhythmen bis hin zu überraschenden Showelementen – darunter ein perkussives Highlight auf Barhockern, das besonders in Erinnerung bleibt.
Einen bleibenden Eindruck setzte auch der Gastsolist Jérôme Müller am Euphonium. Mit wilder Virtuosität, technischer Leichtigkeit und grosser Ausdruckskraft sorgte er für Gänsehautmomente und begeisterte sowohl das Publikum als auch die Mitwirkenden.

Ein herzlicher Dank gilt dem gesamten LJBB-Team! Die Vorfreude auf 2027 ist bereits jetzt spürbar.
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