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- Michael Franz

Mountain Brass in Concert: Liveticker

Herzliche Gratulation an alle Teilnehmenden und die Organisatoren! Wir haben ein wunderbares Fest der Musik erlebt mit unglaublich kreativen Darbietungen und einer perfekten Organisation.

Damit verabschieden wir uns aus Domat/Ems und hoffen, dass noch viele weitere Austragungen des Mountain Brass in Concert folgen werden!

Einen ausführlichen Bericht zum Anlass finden Sie bald auf unserer Webseite.


Gesamtrangliste:

  1. Liberty Brass Band
  2. Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz
  3. Graubünden Brass
  4. Universal Brass Band Wil
  5. Oberaargauer Brass Band
  6. Brass Band Eglisau

Overall 1. Platz (287 Punkte)

Liberty Brass Band

preis 1

Overall 2. Platz (286 Punkte)

Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz

preis 2

Overall 3. Platz (283 Punkte)

Graubünden Brass

preis 3

Bestes Teststück:

Liberty Brass Band

preis test

Bester Solist:

Simon Gabriel, Cornet, Graubünden Brass

preis solo

Preis für das beste Unterhaltungsprogramm (50% Publikum, 50% Jury):

Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz

preis programm

Die Rangverkündigung

In der Jury waren heute Paul Lovatt-Cooper, Ueli Kipfer und Enrico Calzaferri. Zwei Juroren bewerteten die musikalischen Leistungen in drei verschiedenen Kategorien:
- Beste musikalische Gesamtleistung (max. 100 Punkte pro Juror)
- bestes Teststück
- bester Solist

Ein Juror bewertete zusammen mit dem Publikum den Faktor Unterhaltung, Inhalt und Kreativität. Die Stimme des Publikums zu 50% und der Juror zu 50% ergibt dann den Preis:
- bestes Unterhaltungsprogramm (max. 100 Punkte)

Der Gesamtsieger des Wettbewerbes erschliesst sich aus folgenden Faktoren:
- Summe der beiden Juroren für die musikalische Gesamtleistung (max. 200 Punkte)
- Summe Publikum und Juror Unterhaltungsprogramm und Kreativität (max. 100 Punkte)


Wir sind am Ende des fantastischen Wettbewerbs angelangt. Die sechs Bands haben sehr kreative und unterschiedliche Programme zusammengestellt und alle Facetten der Unterhaltung präsentiert. Wir sind begeistert vom Konzept des Wettbewerbs und hoffen, dass es noch viele weitere Austragungen davon geben wird.

Um 20.00 Uhr findet die Rangverkündigung statt. Seien Sie im Ticker für die Resultate in Echtzeit wieder dabei!


Mit Il Randulin, dem fünften Satz aus den Maletgs Rumantschs, schliesst die OBB ihre Geschichte ab. Von Bandmitgliedern hörten wir Englisch, Französisch und sogar Chinesisch, wodurch das Mädchen zur Einsicht kommt, dass man in einer Band gar nicht die gleiche Sprache sprechen muss, da Musik eine universelle Sprache ist. Diese schönen Worte leiten über zu From the Mountain to the Skies, welches den triumphalen Abschluss zum sonst sehr emotionalen und gefühlvollen Programm bildet.

obb 2

Weiter geht es mit dem etwas verrückten Chalandamarz aus Maletgs Rumantschs von Stephan Hodel. Der gleichnamige Brauch beendet den Winter und läutet den Frühling ein. Armin holt auf Wunsch des Mädchens das Alphorn hervor und trägt ein paar schöne Klänge bei.

obb alphorn

 

Anschliessend hören wir das Euphonium-Duett Mia Steila, gespielt von Jessica Thoma und Patrick Aegerter. Die beiden harmonieren zusammen und lassen die musikalischen Sterne funkeln. Dazu lassen der Grossvater und das Mädchen Seifenblasen steigen, um selber Sterne in den Himmel zu zaubern.

obb euphonium

 


Armin Bachmann schlüpft in die Rolle des Grossvaters. Zusammen mit Julia erkundet er die Bühne, doch dem Mädchen ist es bald langweilig. Daraufhin beginnt Armin mit seiner Posaune zu spielen und lockt die Band auf die Bühne. Immer mehr Musikerinnen und Musiker steigen ein und interpretieren zusammen das wunderschöne Chiquilin de Bachin.

obb 1

Das Mädchen fragt, warum der Mann in der Mitte so komisch winkt und wie sich alle verstehen. Armin erklärt, dass die Musik eine universelle Sprache ist und die OBB beweist das mit präzisem und gefühlvollem Spiel. Mit dem romanischen Gl'unviern ei cheu entführt uns die Band und Flügelhorn-Solist Pascal Luder in den Winter. Im Saal sehnt man sich nach etwas kühleren Temperaturen, doch zum Winter gehören natürlich dicke Mützen, welche das Mädchen an diverse Bandmitglieder und den Dirigenten verteilt.

obb mütze
obb pascal

oberaargauer brass band obb

Startnummer 6: Oberaargauer Brass Band (Hervé Grélat)
Motto: Sprache der Sterne

Die Sprache der Sterne – Eine musikalische Reise

Wenn Musik erklingt, beginnt eine Reise, die ohne Worte auskommt. Ein kleines Mädchen entdeckt mit seinem Grossvater, wie Töne Geschichten erzählen – von Winter und Frühling, von Heimat und Ferne. Musikerinnen und Musiker aus aller Welt sprechen miteinander in einer Sprache, die jeder versteht: der Musik. Ein Flügelhorn malt frostige Landschaften, eine Glocke weckt den Frühling, zwei Euphonien tanzen wie Sterne in der Nacht. „Muss man dieselbe Sprache sprechen?“, fragt das Mädchen – und lernt: Musik ist alle Sprachen zugleich. Diese musikalische Erzählung verbindet Generationen, Kulturen und Herzen.


liberty linus

Weiter geht die Solistenparade mit dem Euphonium-Solo Zeibékikos von Philip Wilby, gespielt von Linus Tschopp. Er erscheint mit kurzen Hosen und Hemd, da es für ihn leider nie in die Liberty Brass Band gereicht hat. Mit seinem Solo beweist er sein Können und wird während des Spielens von zwei hilfsbereiten Kollegen ausgezogen und in die Liberty-Uniform eingekleidet.

liberty maurus

Das Zauberlendauerli zeigt also weiter seine Wirkung und lässt den Moderator zur grossen Freude des Publikums sogar plötzlich rätoromanisch sprechen. In Romanian Song and Finale kommen diverse Solisten nochmals zum Zug und dann verlässt die Band die Bühne. Doch halt - da fehlt doch noch das Teststück From the Mountain to the Skies! Als Überraschung zum Schluss stellt sich die gesamte Band am Bühnenrand auf und spielt das komplette Werk auswendig. Der Komponist in der Jury ist sichtlich erfreut über den Kniff und filmt den Abschluss mit seinem Handy. Der Saal explodiert und belohnt die Band mit Standing Ovation!

liberty schluss

Wir werden von zwei waschechten Innerrhödlern begrüsst. Mit dem dem Dialekt eigenen Schalk stellen sie das Zauberlendauerli vor - eine überdimensional grosse Tabakpfeife. Mit einem grossen Applaus wird die Band auf die Bühne geholt und sie starten mit Asphalt Cocktail von John Mackey mit Vollgas in das Programm. Mit ihrer Power bringen sie das Zauberlendauerli direkt zum rauchen.

liberty sepp

 

Sepp Zürcher erklärt anschliessend, dass es zu rauchen begann, da sie in der Band fast auseinandergefallen seien. Das Lendauerli reagiere mit Rauch, wenn ein Innerrhödler in Not sei und dadurch werde das Problem gelöst. In seinem anschliessenden Tuba-Solo Play that Country Tuba, Cowboy beweist er Multitasking, indem er zwischen seinen Einsätzen die Geschichte weiter erzählt.

Laut dem zweiten Moderator Maurus Rusch, hat Principal Cornet Matthias Keller immer Probleme mit auswendig spielen. Zum Glück haben sie heute das Zauberlendauerli auf der Bühne, denn während Napoli von Hermann Bellstedt gehen die Solo-Noten plötzlich in Flammen (!) auf. Nach einem kräftigen Zug Rauch spielt er die letzten sogar im Kopfstand - das Ding schein tatsächlich magische Fähigkeiten zu verleihen!

liberty kopfstand

 


liberty brass band

Startnummer 4: Liberty Brass Band (Stefan Roth)
Motto: Das Zauberlendauerli

Der Kanton Appenzell Innerrhoden ist mittlerweile fester Bestandteil der DNA der Liberty Brass Band. Wie es jedoch zu dieser besonderen Symbiose gekommen ist, bleibt vielen Menschen nördlich des Hauptalpenkamms verborgen.

Die beiden Innerrhödler die durch das Programm führen haben am eigenen Leib erfahren, wie es ist, sich in höchster Gefahr zu befinden. Oder wie es ist, wenn der sehnlichste Herzenswunsch unerfüllt bleibt. Genau in solchen Momenten offenbarte sich den beiden das Zauberlendauerli: jenes geheimnisvolle Ding, das Rauch in die Luft bläst, Wünsche wahr werden lässt und Menschen in grösster Not beisteht.

In der 30-minütigen Show erzählt die Liberty Brass Band die Geschichte dieser Begegnung. Das Zauberlendauerli erscheint – immer und überall dort, wo Innerrhödler und Innerrhödlerinnen Hilfe brauchen.


Als Solo hören wir Children of Sanchez von Marcel Zemp. Er hat ein goldenes Instrument dabei, wie vom Regisseur empfohlen und lässt sich von den knallenden Konfettikanonen nicht aus der Ruhe bringen. Bei allem Witz muss jedoch unbedingt erwähnt, dass der Solist wahnsinnig gut spielt!

mgrr flügel

Danach kommen wir zum Hauptwerk der Zuger, Z 1920 von Peter Graham. Der Regisseur hätte wiederum gute Ideen bereit gehabt, aber da er es nie an eine Probe schaffte, haben ein paar Anweisungen nicht geklappt. Der tollpatschige Filmheld Zorro wird 1:1 imitiert...

mgrr 4

Musikalisch lässt sich die Band vom chaotischen Regisseur nicht beeindrucken und liefert eine makellose und beeindruckende Performance ab. Mit Los Hermanos de Bop wird das Programm im passenden Stil beendet, wobei der Regisseur nochmals mit einer Sprachnachricht stört und fragt, wann denn der Anlass genau stattfindet...

Die Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz hat den zweiten Teil mit einer erfrischenden und musikalisch hochstehenden Darbietung eingeleitet. Fantastico!

mgrr 1

Wir hören gleich zu Programmbeginn eine erste Sprachnachricht des Regisseurs. Man solle Zitate einblenden, das beeindrucke das Publikum und zum Schluss sollen sie doch gemeinsam aufstehen, sind die "wertvollen" Tipps des namentlich nicht genannten Mannes.

Die Band setzt die Ratschläge mit einem Zitat von DJ Bobo um und nach From the Mountain to the Skies stehen sie tatsächlich auf. Die Musikerinnen und Musiker drücken auch nicht auf ihren Tablets herum, wie der Regisseur empfohlen hat.

mgrr 2

Während sich eine Mariachi-Band mit Hüten und aufgeklebtem Schnauz am Bühnenrand bereit macht, hören wir eine zweite Sprachnachricht in welcher der Regisseur von plumpen Verkleidungen abrät. Enttäuscht nehmen die Mariachi ihre falschen Schnauzbärte ab und zotteln davon. Dafür trägt die mgrr den feurigen Marsch Amparito Roca mit umso mehr Temperament vor.

mgrr ole
Der Regisseur fand das Schild eine doofe Idee, aber die Sprachnachricht kam zu spät...

musikgesellschaft risch-rotkreuz

Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz (Roman Caprez)
Motto: Zorro - Held ohne Plan

Die mgrr beschriebt ihr Programm folgendermassen:

Hocherfreut über die Einladung zu diesem tollen neuen Anlass hat sich die mgrr Brass Band natürlich nicht lumpen lassen und einen professionellen Regisseur engagiert. Leider war dieser mit der Feier für den frisch gewählten Zuger Bundesrat Martin Pfister und anderen Aufträgen u.a. im Ausland heillos überfordert. So schaffte er es leider an keine einzige unserer Proben und anstatt uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, bombardierte er uns mit Sprachnachrichten aus denen wir dann unsere Show zusammenstiefelten. Was das Publikum nun zu sehen bekommt, würde in der Industrie als «Halbfertigprodukt» bezeichnet. Nicht mal einen ordentlichen Titel hat die Show bekommen. Nur so viel sei verraten: Es geht in die Region Kalifornien und die Musik ist leidenschaftlich und feurig, mit mexikanischem und spanischem Temperament.


Wir wurden in der Pause von den Eglisauern freundlich darauf hingewiesen, dass ihre Gemeinde im Zürcher Unterland liegt und selbstverständlich nicht im Oberland. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler und müssen in dem Fall erst recht einmal die Ortschaft besuchen gehen...


Es ist Halbzeit in Domat/Ems und der Wettbewerb hält, was er verspricht. Wir haben drei völlig unterschiedliche Programme gehört, welche allesamt auf ihre Art sehr unterhaltsam waren. Das Wettbewerbskonzept lässt den Bands einen grossen Spielraum, welche sie gekonnt nutzen, um das Publikum immer wieder zu überraschen.

Wir freuen uns auf den zweiten Teil - um 16.00 Uhr geht es weiter!


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Weiter geht es mit Michael Husner und einem spektakulären Euphonium-Solo. Vallflickans Dans besteht aus drei Sätzen, wobei der erste und letzte extrem schnell und technisch sind. Brilliant ausgeführt, wow!

Nun hören wir Informationen zu Richard Löwenherz und das Stück Lionheart. Auf der Leinwand machen sich Soldaten zur Schlacht bereit, welche begleitet von triumphaler Musik beginnt. Die Musikerinnen und Musiker tragen heute auf der Bühne eine Hitzeschlacht aus, doch bei der musikalischen Qualität machen sie keine Kompromisse und zeigen sich unbeeindruckt von den Umständen.

Die Universal Brass Band kehrt zu versönlichen Klängen aus On Alderley Edge zurück und die Erzählerin findet einen tieferen Sinn in den Legenden. Mit viel Gefühl und einem langen, mäjestätischen Schlussakkord beenden die Wiler und Dirigent Gian Stecher ihr Programm und holen sich den verdienten Applaus des Publikums ab.


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Die Wiler starten mit dem Teststück in ihr Programm. Das energiegeladene Werk eignet sich ausserordentlich gut, um als Eröffnungsnummer eingesetzt zu werden. Auf der Leinwand wird das Stück mit passenden Luftaufnahmen von Bergen illustriert.

Anschliessend ändern sich die Stimmung und das Licht schlagartig und mit Rauchmaschinen und Duftdiffusoren auf beiden Seiten des Publikums wird eine mysteriöse Stimmung erzeugt. Wir hören den Prologue aus On Alderley Edge von Peter Graham.

Danach hören wir eine Stimme aus dem Off, welche von einem Erlebnis nahe Cyfarthfa Castle in Wales berichtet. Ein Quartett in schwarzen Kutten leitet Legends of Cyfarthfa von Matthew Hall am Bühnenrand ein. Die Band trägt das abwechslungsreiche Werk sehr präzise vor und die Solistin und Solisten auf Posaune und Es-Horn spielen stehend.

Die Stimme erzählt die Legende des Schmieds von Cyfarthfa und vom William Wallace, genannt Braveheart. Dazu hören wir For the Love of a Princess aus ebendiesem Film. Wunderschöne Flügelhornklänge beginnen und beenden das Werk.


universal brass band wil

Startnummer 3: Universal Brass Band (Gian Stecher)
Motto: Mythen und Legenden

Nicht alle Legenden sind blosse Fantasie – manche entspringen an Orten, an denen Zeit und Erinnerung verschwimmen und manche wurzeln tief in unserer eigenen Geschichte.

In einer nebligen Nacht nahe Cyfarthfa Castle beginnt eine Reise durch Mythen und Zeiten. Vom rastlosen Geist eines Schmiedes, über den Freiheitskämpfer William Wallace, dem unermüdlichen König Richard Löwenherz bis hin zum tanzenden Hirtenmädchen in den Bergen Schwedens.

Klang, Musik, Geschichte und Erinnerung vermischen sich zu einer Welt, in der die Vergangenheit lebendig wird. Jeder Ort erzählt von Sehnsucht, Mut und der Suche nach der Wahrheit. Kommen Sie mit auf eine Reise zwischen Mhythos und Wirklichkeit. Willkommen in der Welt der Legenden.


Es wird Nacht über Eglisau und die Sterne beginnen zu funkeln. Die Band glänzt mit einem sehr feinfühligen Vortrag von Stärn über Bärn aus dem Dällebach Kari-Musical ebenfalls und beschwört mit den passenden Landschaftsbildern auf der Leinwand eine schöne Stimmung herauf.

Doch laut Moderator festen die Eglisauer viel zu gerne, um lange besinnlich zu bleiben und sie beenden ihr Programm mit dem fetzigen Mr. Cool Swing von Etienne Crausaz und You can't stop the Beat von Marc Shaiman (arr. Christopher Bond), wobei die Registerführenden nochmals ihre Soloqualitäten beweisen. Dirigent Andreas Buri geniesst den Auftritt und die Art von Musik sichtlich und leitet die Band in bester Big Band-Manier. Zwei Bandmitglieder reisst es sogar von den Sitzen und schwingen ein Tänzchen am Bühnenrand! Die Band heizt das Publikum zum Schluss nochmals kräftig an und holt sich einen verdienten Jubelsturm ab.

Die Eglisauer haben mit dem charmanten Auftritt beste Werbung für ihre Stadt gemacht und bestimmt werden einige der Zuhörenden ihre nächsten Ferien im Zürcher Unterland buchen.

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Das Drachenbootrennen in Eglisau ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt und ist mit verkleideten Teilnehmenden so eine Art Karneval. Dazu spielt die Brass Band die Carnival Ouverture von Antonin Dvorak, arrangiert von Geoffrey Brand.

Die Ouvertüre wird mit edlem Schwung vorgetragen und sorgt für eine interessante Abwechslung im Programm.


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Während wir über die schöne Natur - und die nervigen Neophyten - in Eglisau informiert werden, setzt sich die Band in die klassische Aufstellung zurück und der Soprano Cornetist Stefan Altermatt macht sich zum Solovortrag bereit.

Passend zur beschriebenen Blumenwiese hören wir das legendäre Flowerdale von Philip Sparke. Begleitet von der Band und Landschaftsbildern im Hintergrund spielt der Solist das Werk auswendig und meistert die Herausforderung bravourös.


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Die Band macht sich am Bühnenrand bereit, die Fahnenträgerin bringt die Fahne auf die Bühne und der Moderator erklärt uns die Herkunft des Hirsches im Stadtwappen. Danach beginnt der Es-Tubist am Bühnenrand mit der solistischen Einleitung des Werks Come follow the Band von Edrich Siebert und die restliche Band marschiert auf. Die Aufforderung wird wörtlich genommen und wir folgen der Band nach Eglisau und lernen die verschiedenen Facetten der Stadt kennen.

In einer witzigen Überleitung klärt uns der Moderator über die Bedeutung von Wettbewerben in Eglisau auf und die Band macht mit dem Teststück From the Mountain to the Skies weiter. Sie bleiben dafür in der speziellen Aufstellung mit Cornets und Posaunen stehend hinter der Band und den Tubisten in der Mitte. Auf der Leinwand wird der Auftritt von Bildern und Videos aus dem Vereinsleben begleitet.

Die Eglisauer bringen die Details des Teststücks sehr gut zur Geltung und wir hören eine etwas andere Interpretation als zuvor.


brass band eglisau

Startnummer 2: Brass Band Eglisau (Andreas Buri)
Motto: Eglisauer Stadtgeschichten

Die Band erzählt Stadtgeschichten aus Eglisau und nimmt dazu das Publikum mit auf einen Stadtrundgang. Entsprechend starten sie das Programm mit der Aufforderung «Come follow the Band». Der Stadtprediger und Moderator erzählt dem Publikum während der durch Bilder und Kurzfilme unterstützten Show verschiedene Episoden aus dem Leben und der Geschichte der Stadt. 


Im dramatischen Dark Abyss von Fredrick Schjelderup nimmt uns die Band mit in die tiefsten Abgründe des Meeres. Komische leuchtende Kreaturen tauchen auf und greifen die Nautilus an. Wir landen nach einem dramatischen Finale 20'000 Meilen unter dem Meer, ganz nach der literarischen Vorlage von Jules Verne.

Die GR Brass und Gian Stecher eröffneten den Wettbewerb mit viel Action und Dramatik. Sie präsentierten uns einen voluminösen Brass-Sound, der die Herzen der zahlreichen Besuchenden zum ersten Mal höher schlagen liess. Was für eine Performance zum Start!


Anschliessend hören wir einen Ausschnitt aus Within Blue Empires von Paul Lovatt-Cooper. Die Walgesänge, welche zum Werk gehören, passen natürlich perfekt ins Programm und werden mit den entsprechenden Bildern hinterlegt.

Während La Cathédrale Engloutie von Claude Debussy, arrangiert von Dan Price wird die Geschichte weitererzählt und wir erkunden ein Wrack auf dem Meeresgrund.


simon gabriel

Die Crew beobachtet die Tierwelt, die innert kürzester Zeit von einer friedlichen Szene in einen grausamen Haiangriff wechseln kann. Simon Gabriel interpretiert diese volatile Stimmung im Cornet-Solo Deep Blue von Philip Harper. Er beweist viel Gefühl zu Beginn des Stücks, bevor er seine fantastische Technik mit einer Leichtigkeit präsentiert, die im Publikum zu lautem Beifall führt.


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Begleitet von einem tiefblauen Meer auf der riesigen Leinwand hinter der Bühne startet die GR Brass mit dem aufregenden Teststück From the Mountain to the Skies. In bekannter Paul Lovatt-Cooper-Manier hören wir ein rhythmisches Werk mit viel Zug, wobei alle Register einmal glänzen dürfen. Die Bündner starten mit viel Energie und mächtigem Sound in ihr Programm!

Während des zweiten Stücks Dawn of a Voyage von Dan Price eröffnet uns der Schauspieler Nikolaus Schmid die Geschichte von Kapitän Nemo und der Nautilus. Wir tauchen mit einem U-Boot ab in die tiefen des Ozeans.

nikolaus schmid

 


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Startnummer 1: Graubünden Brass (Gian Stecher)

Motto: Blue Empires

Graubünden Brass und Nikolaus Schmid nehmen das Publikum auf ein Abenteuer ins «Blue Empire», das blaue Reich der Ozeane mit.

Präsentiert wird eine musikalische Geschichte über den Beginn einer Reise, das Leben im tiefen Blau der Hochsee, das Singen der Wale, versunkene Städte und die ewige Dunkelheit der Tiefsee.


Das Aufgabestück

Für die Premiere des Mountain Brass in Concert wurde von Paul Lovatt-Cooper, welcher auch in der Jury sitzen wird, das Aufgabestück From the Mountains to the Skies komponiert. Paul Lovatt-Cooper schreibt dazu:

"From the Mountains to the Skies“ ist ein aufregender Konzertauftakt, der anlässlich des 222. Jubiläums von Musica da Domat für den Mountain Brass in Concert Contest 2025 in Auftrag gegeben wurde.

Die Inspiration ist die unglaubliche Bergkette in der Schweiz. Sie sehen in den wärmeren Monaten majestätisch und im Winter magisch aus. Das Stück ist als einen musikalischen Hubschrauberflug komponiert, der über die unglaublichen Berge fliegt. Im Stück versuche ich, die Schönheit und die Gefahr dieser herrlichen Landschaft einzufangen.

Die Musik beginnt mit einer grossen Eröffnungsfanfare, während man die Berge aus der Ferne sieht. Dann geht es in ein schnelleres Tempo über, während wir unsere Reise antreten. Wir schweben über die Berge und nehmen die ganze Landschaft in uns auf. Das Stück endet damit, dass wir in die Lüfte fliegen und die musikalische Reise zu Ende bringen."

Der Komponist

Als einer der gefragtesten Komponisten seiner Generation wurden die musikalischen Werke von Paul Lovat-Cooper vor ausverkauften Zuschauermengen in der Royal Albert Hall in London, der Carnegie Hall in New York und dem Sydney Opera House aufgeführt.

Paul ist ein geschätzter und erfolgreicher Musiker. Neben der Vergabe von Aufträgen durch eine Vielzahl internationaler Solisten wurde seine Musik weltweit in Fernseh- und Radiosendungen vorgestellt.

Heute ist Paul als Komponist, Solist und Dirigent sehr gefragt. Er genießt es weiterhin, für verschiedene Ensembles, Festivals und Medienprojekte weltweit aufzutreten, zu dirigieren und zu komponieren.

Derzeit bekleidet er die Position des „Director of Music“ bei Factory Transmedia und ist Geschäftsführer seines Musikunternehmens PLC Music. Ausserdem ist Paul „Composer in Association“ der weltberühmten Black Dyke Band.

Paul Lovatt-Cooper

Das Teilnehmerfeld

Sechs Bands treten heute auf. Der Wettbewerb beginnt mit der einheimischen Graubünden Brass (Elite) und endet mit der Oberaargauer Brass Band (Höchstklasse) aus dem Kanton Bern. Dazwischen sind mit der Brass Band Eglisau (Zürich, Elite), der Universal Brass Band Wil (St. Gallen, 1. Klasse), der Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz (Zug, Elite) und der Liberty Brass Band (SG/TG/AI/AR, Höchstklasse) weitere Kantone aus der ganzen Schweiz vertreten.

In zwanzig Minuten geht es los!

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Der Wettbewerb

Der Mountain Brass in Concert ist vom seit 1977 bestehenden British Brass in Concert inspiriert. Jede Band spielt ein in sich geschlossenes Programm, welches folgende Literaturkriterien erfüllen muss:

  • Es dürfen ausschliesslich Originalwerke oder qualitativ hochwertige Arrangements für Brass Band gespielt werden. Auszüge aus Wettbewerbsliteratur ist erlaubt.
  • Ein Solo-Stück (Bläser oder Perkussion) muss eingebaut werden.
  • Die Auftragskomposition From the Mountain to the Skies von Paul Lovatt-Cooper (Dauer ca. 5 Minuten) muss vorkommen.
  • Die Gesamtdauer des Programmes ist 30 - 35 Minuten.
  • Zusätzliche Gastmusiker, Artisten, Künstler oder andere Hilfsmittel sind frei einsetzbar, sofern die technischen und logistischen Voraussetzungen umsetzbar sind.

rtr

Übrigens: Der Mountain Brass in Concert wird vom RTR gefilmt und über diese Webseite live gestreamt. Im Anschluss an den Wettbewerb werden die Aufnahmen in der RTR Mediathek verfügbar.


domat

In Domat/Ems ist alles bereit. Der Saal ist perfekt hergerichtet und die Musikerinnen und Musiker treffen ein. Trotz bestem Wetter freuen wir uns auf einen spannenden Wettbewerbstag im kühlen Schatten.


Herzlich willkommen zum Liveticker vom ersten Mountain Brass in Concert!

Um 12:30 Uhr beginnt der Wettbewerb mit der ersten Band, der Graubünden Brass unter der Leitung von Gian Stecher. Seien Sie bei uns live dabei!

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