
Die Valaisia Brass Band verteidigt den Titel!
Die Rangverkündigung hat folgendes Schlussbild ergeben:
Bestes Selbstwahlstück: Wallberg Band
Bestes Schlagzeugregister im Teststück: Valaisia Brass Band
Gesamtrangliste:
- Valaisia Brass Band
- Wallberg Band
- Brassband Bürgermusik Luzern
- Ensemble de Cuivres Valaisan
- Brass Band Berner Oberland
- Brass Band Luzern Land
- Liberty Brass Band
- Oberaargauer Brass Band
- Five Lakes Silver Band
- Brass Band Fribourg
Damit verabschieden wir uns vom Liveticker. Vielen Dank für Ihr Interesse, wir lesen uns!
Was denken Sie?
Jetzt liegt es in den Händen der Jury, zu entscheiden wer die begehrten Pokale erhält. Um 18.00 Uhr findet die Rangverkündigung statt.
Wir haben einen hochstehenden Wettbewerbstag hinter uns und teilen zum Abschluss unsere Vorhersage mit. Natürlich wie immer ohne Gewähr und Aussagekraft, einfach als Spielerei und Diskussionsgrundlage für Ihre Expertisen:
Die BRASS BAND NEWS-Vorhersage:
- Brassband Bürgermusik Luzern
- Valaisia Brass Band
- Brass Band Berner Oberland
- Ensemble de Cuivres Valaisan
- Wallberg Band
Startnummer 10: Liberty Brass Band (Stefan Roth) – Red Priest (Philip Wilby)
Zum Abschluss hören wir Philip Wilbys Hommage an Antonio Vivaldi, der aufgrund seiner roten Haare als roter Priester bezeichnet wurde. Das Stück war am letzten Schweizerischen Brass Band Wettbewerb das Aufgabestück der Elite und bedingt eine spezielle, vorgegebene Aufstellung: Die Cornets und Posaunen stehen hinter der Band.
Die Ostschweizer beginnen kraftvoll und überzeugend. Schöne Flügelhorn-Einleitung in den "Winter" von den vier Jahreszeiten und anschliessend das Duett mit der Solo Hornistin. Seidenfeiner Einsatz des Solo Euphonisten in der Kadenz, fantastisch!
Sie zeigen feine Technik und das Gespür für die barocke Musik und bilden einen wunderbaren Abschluss eines intensiven Tages.
Startnummer 9: Ensemble de Cuivres Valaisan (Jean-François Bobilier) – Visions of Gerontius (Kenneth Downie)
Die Walliser spielen ein wenig gehörtes Werk von Kenneth Downie. Das Stück ist extrem anspruchsvoll und geprägt von vielen Wechseln. Sie meistern es gut und beweisen Ausdauer im strengen Schluss. Der Auftritt könnte bei der Jury gut angekommen sein.
Bewertet wird der 35. Besson Swiss Open Contest übrigens von Carlo Balmelli, Pascal Eicher (beide Schweiz), Holger Bronner (Deutschland), Robert Childs (Wales) und Howard Lorriman (England).
Startnummer 8: Brassband Bürgermusik Luzern (Michael Bach) – Extreme Make-Over (Johan De Meij)
Das Quartett spielt den Anfang wunderschön, stehend in der Mitte der Band. Die restlichen Mitspielenden hören andächtig zu und setzen nachher in einem fliessenden Übergang ein. Das Stück ist ganz anders als alle vorherigen, aber ein absoluter Favorit beim Publikum.
Die Band spielt sehr präzise und detailreich, auch mit den gestimmten Flaschen. Der Marimba-Solist ist überragend und faszinierend zum zuhören und zuschauen. Er im Besonderen, aber auch die ganze Band holen sich einen riesigen Applaus ab.
Startnummer 7: Oberaargauer Brass Band (Roland Fröscher) – Terra Australis (Martin Ellerby)
Die Oberaargauer haben mit Terra Australis ein schwieriges Werk ausgesucht. Sie meistern es jedoch sehr gut und verbinden die verschiedenen Linien geschickt. Auch ihre Posaunen harmonieren wunderbar und die Solistinnen und Solisten überzeugen. Die ganz grossen Emotionen bleiben aus, doch das ist auch etwas der Komposition geschuldt. Ein solider Auftritt der OBB.

Startnummer 6: Brass Band Berner Oberland (Véronique Gyger – Pitteloud) – Partita (Philip Sparke)
Was für ein Start der Berner Oberländer! Sie starten glasklar und extrem kontrastreich in das Werk. Die Pianissimo-Stellen sind sehr leise und präzise. Das Posaunen-Trio übernimmt die Führung und harmoniert wunderbar, schön ausgeglichen.
Anschliessend sprühen die Band und die Dirigentin vor Musikalität und die Solisten bilden das Sahnehäubchen. Zurecht nehmen sie einen grossen Applaus in Empfang.

Startnummer 5: Brass Band Luzern Land (Patrick Ottiger) – Paganini Variations (Philip Wilby)
Wir hören das erste von zwei Wilby-Werken des heutigen Nachmittags durch die Brass Band Luzern Land. Wie der Name schon sagt, nimmt der Komponist Bezug auf die Musik von "Teufelsgeiger" Niccolò Paganini.
Die Luzerner überzeugen mit klaren Läufen in den Cornets und einem schönen Posaunen-Solo. Sie bringen die verschiedenen stilistischen Facetten gut zum Vorschein und Dirigent Patrick Ottiger geniesst die Schlussfermate ausgiebig. Tolle Leistung!

Startnummer 4: Wallberg Band (Paul Holland) – Harrison’s Dream (Peter Graham)
Die Wallberg Band startet schnell in den rhythmischen ersten Teil und muss bei den Sechzehntelläufen etwas Tribut zollen und das Tempo etwas herunterschrauben. Ein wunderbares Es-Tuba-Solo übernimmt und führt die Band in den zweiten Teil. Die Solisten überzeugen auf ganzer Linie, Solo Horn und Euphonium im Speziellen.
Das Zusammenspiel ist nicht immer bei 100%, was bei der kurzen Vorbereitung der Projektband halt die Gefahr ist. Wenn man sich vorstellt, wie die Band aufträte, wenn sie jede Woche zusammen proben würde...

Startnummer 3: Valaisia Brass Band (Arsène Duc) – English Heritage (George Lloyd)
Die Valaisia Brass Band liefert eine magische Version von English Heritage ab! Sie präsentieren das Werk mit allen Details und haben unglaubliche Solisten in den Reihen - speziell erwähnt werden sollen Principal Cornet, Bariton und Flügelhorn.
Damit melden sie ihre Ambitionen auf das Podest wiederum eindrücklich an.

Startnummer 2: Five Lakes Silver Band (Christopher Ward) – Pageantry (Herbert Howells)
Die Amerikaner hatten ebenfalls nur eine kurze Mittagspause und sind schon bereit für ihren zweiten Auftritt. Sie spielen Pageantry aus dem Jahr 1934, doch das Werk ist nicht ohne Grund heute immer noch sehr beliebt. Das Werk beschreibt Szenen an einem mittelalterlichen Hof in drei kontrastierenden Sätzen.
Die Band aus Michigan kann wieder auf ihre starke Tuba-Section zählen. Sie liefern wirklich eine fantastische Basis, worauf die Cornets ihre Fanfaren im ersten und die melodiösen Linien im zweiten Satz platzieren können. Im dritten Satz dürfen alle Register nochmals ihre Fähigkeiten präsentieren und die Amerikaner schliessen das Werk sehr rund ab.
Startnummer 1: Brass Band Fribourg (Adrian Schneider) – Blitz (Derek Bourgeois)
Das war ein kurzer Spass mit dieser Mittagspause. Aufgrund der eingehandelten Verspätung am Morgen blieb nur knapp eine Viertelstunde, bevor die Brass Band Fribourg das Selbstwahlprogramm eröffnete. Ziemlich viele Plätze blieben leider leer und es ist erstaunlich, welchen Unterschied dies auf die Akustik im Saal ausmacht. Es erklingt dadurch viel mehr Hall.
Die Fribourger haben mit Blitz einen absoluten Klassiker auf dem Programm, den man entweder liebt oder hasst. Sie präsentieren das eigenwillige Stück mit viel Schwung, wiederum vom tänzelnden Dirigenten inspiriert. Schönes Flügelhornsolo und guter Gesamtklang.
Nun ist die wohlverdiente Mittagspause angesagt! Guten Appetit!

Startnummer 10: Five Lakes Silver Band (Christopher Ward)
Zum Abschluss hören wir den mit Spannung erwarteten Auftritt der amerikanischen Band. Sie stehen auf einem massiven Tuba-Fundament, dass ihnen einen grossartigen Boden gibt. In der höchsten Lage können sie auf ein starkes Soprano Cornet zählen und der Dirigent wählt gute Tempi.
Es fehlt zwischendurch etwas an Durchschlagskraft, doch sie liefern einen soliden Auftritt ab.



Startnummer 9: Valaisia Brass Band (Arsène Duc)
Die Titelverteidiger starten mit hohem Tempo ins Werk. Allgemein wählen sie eher das obere Limit der vorgegebenen Tempi. Wir bekommen ihr berühmtes Spiel mit der Dynamik zu hören. Die Qualität in den leisen Passagen ist von dieser Band einfach überragend. Gegen oben errreichen sie eine Grenze, an welcher es nicht mehr schöner wird.

Der Solo Posaunist bringt eine erfrischende Note in sein Solo und auch die anderen Solisten wissen zu überzeugen. Im Gesamten kommt die Band nicht ohne Kleinigkeiten und ein paar unbequemen Stellen durch das Werk, doch natürlich war dies eine Hypercube-Aufführung von höchster Qualität.


Startnummer 8: Brass Band Fribourg (Adrian Schneider)
Auch die Fribourger setzen seit diesem Jahr auf einen neuen Dirigenten. Adrian Schneider leitet die Band und er scheint sich auf den Auftritt zu freuen. Er lässt sich zuerst viel Zeit, tritt dann energisch ans Dirigentenpult und führt die Brass Band Fribourger auf den Weg ins Teststück. Sein ausdrucksstarkes Dirigieren lässt Band und Publikum sowohl den Groove als auch die gefühlvollen Abschnitte spüren.

Die Partitur ist nicht immer in voller Transparenz hörbar und einzelne Akkorde klingen etwas unbalanciert. Doch sie finden im Schlussteil zurück in die Spur und nehmen den verdienten Applaus des Publikums und des Dirigenten entgegen.


Startnummer 7: Wallberg Band (Paul Holland)
Die Bündner Projektband hat nach erfolgreichen Jahren unter Ivan Meylemans nun mit Paul Holland den nächsten Hochkaräter als Dirigenten engagiert. Mit der Flowers Band feierte er im letzten Jahr grosse Erfolge und will natürlich auch in Luzern erfolgreich sein.

Die Band ist ebenfalls wieder gespickt mit internationalen Top-Shots, zum Beispiel Soprano Cornetist Jack Wilson, welcher Trompeter in der Symphonie von Birmingham ist. Er zeigt seine Klasse im ruhigen Beginn mit sehr feinfühligem Spiel. Doch auch die anderen zünden: Lode Violet (Brass Band Willebroek) glänzt als Principal Cornet mit seinen Solos und Solo Posaunist Chris Binns (Grimethorpe Colliery Band) lässt es ziemlich krachen.
In Details merkt man es dem Cornet-Register an, dass sie nicht regelmässig zusammenspielen, doch alles in allem war das eine sehr wohlgeformte Aufführung.


Startnummer 6: Brass Band Luzern Land (Patrick Ottiger)
Eine weitere Band mit neuer Direktion ist die Brass Band Luzern Land. Sie werden seit diesem Jahr von Patrick Ottiger geleitet.
Sie treten mit zwei Soprano Cornets an, um die schwierige, anstrengende Stimme aufzuteilen. Sie schaffen es, eine weitere spannende Interpretation aufzuführen. Zuweilen klingen sie etwas hart und velieren etwas an Genauigkeit, doch das machen sie mit viel Leidenschaft im ruhigen Teil wett. Tolles Bariton- und Posaunensolo.



Startnummer 5: Brassband Bürgermusik Luzern (Michael Bach)
Die lokale BML wird bereits mit viel Vorschussapplaus auf der Bühne begrüsst. Doch sie liefern anschliessend auch gebührend ab und präsentieren uns die kompletteste Version des heutigen Vormittags. Sie legen eine völlige Unaufgeregtheit an den Tag und setzen jeden Ton an den richtigen Ort.

Die Register sind wohlbalanciert und Maestro Bach wählt passende Tempi. Ein sehr gefälliger Vortrag mit ausgewogenen Sounds und meisterhaften Solisten.


Startnummer 4: Oberaargauer Brass Band (Roland Fröscher)
Die OBB kommunizierte gerade in dieser Woche, dass Roland Fröscher ihr neuer Chefdirigent ist. Wir sehen damit seinen ersten Wettbewerbsauftritt heute.
Die OBB präsentiert uns einen runden Vortrag. Bravo an das Hornregister und ebenfalls die Perkussionisten, welche mit der delikaten Akustik im Salle Blanche umzugehen wissen. Die richtige Dosierung ist enorm wichtig und die Oberaargauer haben es im Griff.
Die technischen Läufe sind nicht überall deutlich und bis zum Schluss sauber zu hören, aber dennoch ist es eine sehr gelungene Premiere der Zusammenarbeit.



Startnummer 3: Ensemble de Cuivres Valaisan (Jean-François Bobilier)
Mit vier krachenden Timpani-Schlägen steigt das ECV in das Werk ein. Mit viel Energie steigen sie in das erste Thema. Fantastisch solierender Principal Cornetist, der ein kompaktes Register anführt. Etwas mehr Risiko in den Pianissimo-Passagen wäre möglich gewesen, doch wenn sie es taten, schlichen sich ein paar Intonationstrübungen ein.
Den abschliessenden Schwindel-Teil treiben sie auf ein horrendes Tempo ud das Publikum tobt.

Startnummer 2: Liberty Brass Band (Stefan Roth)
Die Ostschweizer wählen ein langsameres Tempo, machen aber dafür mehr Ecken und Kanten des Hyperwürfels hörbar. Dieses Konzept ziehen sie durch das ganze Werk. Den Mittelteil erzählen sie vielleicht mit etwas weniger Dramatik als wir es zuvor bei der BBO hörten und die Solierenden bleiben nicht ganz unfallfrei. Doch das Schlagzeugregister hat Waespis Funk im Blut und die Band groovet mit Coolness in einen pompösen Schluss.



Startnummer 1: Brass Band Berner Oberland (Véronique Gyger-Pitteloud)
Die Berner Oberländer dürfen nach letztem Jahr gleich nochmals den Wettbewerb eröffnen. Sie starten mit zügigem Tempo in das Werk und die tiefen Register setzen fette Akkorde in den Saal. Der ruhige Mittelteil wird sehr fein gestaltet und die Solierenden, welche alle stehend spielen, treten mit vollster Überzeugung auf. Besonders hervorzuheben ist der Solo Euphonist, welcher mit seinem unglaublichen Sound den riesigen Konzertsaal zu füllen vermag.

Waespis Werk ist sehr unterhaltsam und die BBO treibt die Spannung mit vollster Konzentration voran. Der "Vertige"-Teil wird konsequent nach vorne gepeitscht und der wohlgeformte Abschluss ruft erstmals Jubel im Saal hervor.

Die Jury ist in der Box deswegen dürfen wir die Startreihenfolge nun verraten.
Vormittag, Teststück:
- Brass Band Berner Oberland
- Liberty Brass Band
- Ensemble de Cuivres Valaisan
- Oberaargauer Brass Band
- Brassband Bürgermusik Luzern
- Brass Band Luzern Land
- Wallberg Band
- Brass Band Fribourg
- Valaisia Brass Band
- Five Lakes Silver Band (USA)
Nachmittag, Selbstwahlstück:
- Brass Band Fribourg
- Five Lakes Silver Band (USA)
- Valaisia Brass Band
- Wallberg Band
- Brass Band Luzern Land
- Brass Band Berner Oberland
- Oberaargauer Brass Band
- Brassband Bürgermusik Luzern
- Ensemble de Cuivres Valaisan
- Liberty Brass Band
In knapp zehn Minuten geht es los mit dem ersten Wettbewerbsteil, dem Teststück Hypercube von Oliver Waespi.
"Hypercube ist eine musikalische Erzählung, die teilweise von der Architektur der Grande Arche de la Défense in Paris inspiriert wurde, deren Form einem Hyperwürfel gleicht. Mit diesem architektonischen Meilenstein als Ausgangspunkt erkundet das Stück die Poesie und Realität urbaner Landschaften", schreibt Oliver Waespi im Vorwort der Partitur.
Hier ist das Teilnehmerfeld des heutigen Tages:
| 35. Besson Swiss Open Contest | 20. September 2025, KKL Luzern |
| Teilnehmende Band | Direktion |
| Brass Band Berner Oberland | Véronique Gyger-Pitteloud |
| Brass Band Fribourg | Adrian Schneider |
| Brass Band Luzern Land | Patrick Ottiger |
| Brassband Bügermusik Luzern | Michael Bach |
| Ensemble de Cuivres Valaisan | Jean-François Bobilier |
| Five Lakes Silver Band | Christopher Ward |
| Liberty Brass Band Ostschweiz | Stefan Roth |
| Oberaargauer Brass Band | Roland Fröscher |
| Valaisia Brass Band | Arsène Duc |
| Wallberg Band | Paul Holland |
Herzlich Willkommen zum Liveticker zum 35. Besson Swiss Open Contest!
Wir berichten live aus dem KKL Luzern.
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